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Gesprächsstörer Befehlen

Befehle als Mittel der Kommunikation haben nicht den besten Ruf. Diesen Schlechten Ruf haben Befehle nicht umsonst. Tatsächlich gehört das Befehlen zu den Sogenannten Gesprächsstörern die von Dr. Christian-Rainer Weisbach formuliert wurden.

Sicherlich gibt es unterschiedliche Führungs- und Erziehungsphilosophien, die allesamt ihre Vor- und Nachteile aufweisen. In unserer heutigen Gesellschaft besteht jedoch zumindest ein breiter Konsens darüber, dass in den meisten Situationen Befehlen weder für Führungskräfte noch im sonstigen Kontext der richtige Weg ist, jemandem eine Aufgabe zu übertragen. Höchstens im Kontext von Armee o.ä. mag der Befehl zweckdienlich sein. Leider findet sich gerade diese Form der Gesprächsstörer noch immer auf der Tagesordnung in genug Firmen und auch Familien. Ich denke Du kannst dich bestimmt an eine entsprechende Situation erinnern.

Anstatt den Gesprächspartner durch die Darlegung der Gründe, Erfordernisse und Rahmenbedingung dahin zu bekommen, dass er die zu erledigende Aufgabe mit Überzeugung angeht, wird auf diese Weide im besten Fall stupides Ausführer erreicht. Im Zweifel im Sinne von „Dienst nach Vorschrift“. Spitzenleistungen werden so eher nicht erreicht und begünstigt.

Befehlen reduziert Motivation, Selbstwertgefühl, Eigeninitiative und Eigenverantwortung. Wer sich der Befehlsform bedient, unterbindet jede gleichberechtigte Kommunikation. Befehlen ist eine Kommunikationsform, die sich der Hierarchie bedient. Wenn Du aber durch Befehle Andere zu reinen Befehlsempfänger degradierst, erzeugst du keinen großen Zuspruch. Die „Befehlsempfänger fühlen sich weniger akzeptiert, nicht ernst genommen und respektiert. Auch werden solche Personen die weder ein Ehrliches Feedback geben oder eine alternative Vorgehensweise oder Meinung darlegen. Dann heiß es für Dich: Willkommen in der Blase!

Eine Befehlskultur führt selten zu Spitzenleistungen. Vielmehr führt eine Befehlskultur nur dazu, dass mögliches Verbesserungs- und Effizienzsteigerungspotential unterdrückt werden. Zudem erzeugst Du keinen zufriedene, kreative und motivierte Mitarbeiter, Freunde oder Familienmitglieder. Ja Befehlen ist in jedem Kontext ein schädlicher Gesprächsstörer.

Durch Befehlen kannst Du vielleicht die Ziele formal erreichen, aber Du wirst nie das Maximum an Qualität bei der Zielerreichung sehen.

Befehlen schafft schnelle Ergebnisse, aber selten nachhaltige Verhaltensänderungen. Das Ergebnis eines Befehls wie „Bearbeiten Sie das!“ an einen Mitarbeiter fällt deutlich bescheidener aus, als wenn der Mitarbeiter durch eine respektierende Kommunikation dazu gebracht wird, die aufgetragene Aufgabe von sich selbst aus als gut, richtig und notwendig zu erachten.

Zwar lässt sich mit dem Befehl „Bearbeiten Sie das!“ auf kurzfristige Sicht vielleicht schneller und einfacher der gewünschte Zustand herbeiführen. Eine Kommunikation die auf gegenseitigen Respekt, gemeinsamer Abstimmung und Einfühlungsvermögen und Empathie beruht, wird langfristig die besseren Resultate erzielen. Anstatt das Du jedes Mal die Erledigung einer Sache von neuem durch einen Befehl anstoßen musst, ermöglicht eine Kommunikation ohne Befehl, dass mit einer höheren Wahrscheinlichkeit die Aufgabe von allein aus eigenem Antrieb des Anderen erledigt wird.

Befehlen fördert Bevormundung und demonstriert auf der Beziehungsseite vor allem Macht. Kritisch am Befehlen ist meist nicht der Inhalt des Befehls, sondern die bevormundende Art und Weise sowie das Demonstrieren von Macht auf der Beziehungsebene. Niemand wird etwas befehlen, wenn er sich nicht weitgehend sicher ist, dass seine Weisung befolgt wird. Damit zeigt jeder Befehl auf der Beziehungsseite jedoch auch genau dieses Machtverhältnis, frei nach Ober sticht unter. Die Art und Weise, die Unterstellung und generell der Tonfall, in dem befehlsartige Weisungen vorgetragen werden, provoziert mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Gegenreaktion in Form von z.B. Trotz, passivem Widerstand oder andern gegen dich gerichteten Verhaltensweisen.

Du siehst, dass Befehlen in der Kommunikation eher nachteilig ist. Eine offene Kommunikation, die den Anderen respektiert und mit einbezieht wird auf lange Sicht immer erfolgreicher Sein.

 

Tags: Kommunikation

Harald Yamlicha

info@betheeagle.de

Mobil 0171 6945939

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