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Das Oppositionskonzept. Das Mittel gegen das Groupthink-Dilemma

Das Groupthink-Dilemma besagt, dass Entscheidungen in einer Gruppe aufgrund von Konformitätszwang und gegenseitiger Bestärkung nicht mehr hinterfragt werden. Das führt dazu, dass innerhalb der Gruppe eine Wagenburgmentalität entsteht. In diesem Stadium wird Kritik von außen sogar als Bestätigung der eigenen Sicht der Dinge gedeutet. Selbst beteiligte, die geschwankt haben und nicht überzeugt waren schließen sich der Gruppenmeinung an oder sie werden aus der Gruppe ausgeschlossen.

Doch was ist, wenn Du eine Gruppe führend begleitest? Willst Du wirklich, dass ihr sehenden Auges ins Verderben rennt, nur weil sich keiner mehr traut Schwächen anzusprechen?

Doch wie das Problem lösen? Niemand will in einer gefestigten Gruppe als Querulant dastehen. Oft aus persönlichen Gründen oder einfach nur deshalb, weil man die eigene Karriere nicht beschädigen will. Jeder von uns kennt doch jemanden der allem zustimmen würde, um mit der Ja-Sagerei Karriere machen zu können. Ja Sager kommen weiter, vermeintliche Querulanten werde bei Beförderungen übergangen. Zumindest ist das oft so. Und viel mehr Menschen glauben es zumindest.

Eine Lösung, die ich dir und euch als Idee mitgeben möchte ist die Idee der Opposition per Los. Dabei geht es darum, dass vor Besprechungen eine Person ausgelost wird, der oder die Kontra geben soll. Aufgabe dieser Person ist es kritische Fragen zu stellen, zu widersprechen und mit Nein zu stimmen, wenn nicht alle Unklarheiten beseitigt wurden.

Es bedeutet nicht, dass die Entscheidungen an sich gefährdet wird, aber dieses Konzept verhindert, dass eine Entscheidung getroffen wird, ohne die kritischen Stimmen dazu gehört zu haben. Auch muss auf die kritischen Fragen und Einwände geantwortet werden!

Doch wie verhindert man, dass die ausgeloste Opposition einen Schaden nimmt? Zu allererst wird durch das Auslosen garantiert, dass die ausgeloste Opposition nicht diskriminiert werden kann! Immerhin muss er oder sie ja widersprechen und Einwände erheben. Es ist ja die Rolle!

Nun stellt sich die Frage ob bekannt sein soll, wer die Opposition ist. Wenn deine Organisation anfängt, mit der Rolle der Opposition zu arbeiten, sollte das zunächst transparent gemacht werden. Das hilft dabei, die Rolle der Opposition zu definieren und sich an das Rollenbild zu gewöhnen. Bei besonders kritischen Themen, oder wenn deine Organisation schon Übung in der Anwendung der Opposition hat, sollte in einem nächsten Schritt nicht mehr bekannt gegeben werden wer die Opposition ist.


Warum?

Nun kann jeder der etwas kritisieren oder hinterfragen will das auch zu tun. Da niemand weiß, wer die Opposition ist, kann man nicht sagen wer aus Überzeugung opponiert und wer es nur aufgrund der Rolle tut. Die anonyme Opposition hat also den Vorteil, dass die echten kritischen Stimmen zum Vorschein kommen selbst dann, wenn die ausgeloste Opposition nicht diszipliniert ist und sich nicht an die Rolle hält. Es weiß ja keiner wer die Opposition ist und wer echt dagegen ist.

Natürlich gehört dazu eine gewisse Disziplin und die Bereitschaft zum Querdenken, um ein solches System durchzusetzen. Aber die Frage ist, will man gute Entscheidungen treffen, oder will man sich nur beim Entscheiden gut fühlen?

Als Eagle gehörst Du zu der Gruppe, die gute Entscheidungen treffen will und Du bist auch bereit, diszipliniert ein solches Konzept durchzusetzen. Selbst dann, wenn Du gegen deine eigene Position argumentieren musst. Du willst ja das es in der Sache besser wird.

Mit diesen Gedanken lasse ich dich jetzt mal allein. Denke darüber nach und sag mir wie Du die Idee findest. Mache es gut. Dein Harry

Tags: Kommunikation

Harald Yamlicha

info@betheeagle.de

Mobil 0171 6945939

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