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Partisanen-Investment

Partisanen kämpfen gegen einen Gegner der stärker ist als sie. Sie greifen diesen in kleinen Attacken an und erbeuten so Waffen und Munition. Sie werden stärker, während ihr Gegner schwächer wird.

Was martialisch klingt ist der Grundgedanke hinter meiner Theorie des Partisanen Investments. Doch was ist damit gemeint? Es geht darum, dass Du die Erträge aus den Investments in deine „Gegner“ dafür verwendest diese zu schwächen. Entweder werden diese dann durch eine Änderung ihres Verhaltens dann keine Gegner mehr sein, oder du stärkst die Gegenpositionen zu ihnen.

Lass es mich dir anhand von 2 Beispielen erläutern. Das eine Beispiel handelt von einem Überzeugungstäter und Idealisten und das andere Beispiel von einer Geschäftsstrategie.

Nehmen wir an Du engagierst dich für die Umwelt und für Nachhaltigkeit. Du bist der Überzeugung, dass immer noch viel zu viel Geld in fossile Energieträger investiert wird und viel zu wenig in grüne Alternativen. Die meisten Investoren, die so denken lehnen Investitionen in Branchen wie Kohle oder Öl ab. Sie Begründen dies damit, dass sie diese Branchen nicht unetrstützen wollen.  Der Partisanen-Investor aber macht sich folgende Gedanken: Unternehmen schütten Teile ihrer Gewinne an ihre Aktionäre aus. Wenn ich jetzt als Aktionär des Ölunternehmens XY eine Dividende bekomme und das Geld in Unternehmen aus dem nachhaltigen Bereich investiere, oder Umweltschutzorganisationen spende, die damit dann den Klimawandel bekämpfen, dann fließt das Geld des Ölunternehmens in diese Quellen. So kann der Ölkonzern XY indirekt dazu gebracht werden, die grüne Alternative, oder auch den Kauf von CO2 Zertifikaten oder ähnliches zu finanzieren.

Ein anderes Beispiel: Du bist Unternehmer in der Lebensmittelproduktion. Große globale Konzerne sind viel zu stark, um diese am Markt direkt anzugreifen. Du bist in einer Nische und Investitionen in den Ausbau lohnen sich momentan aufgrund der Marktmacht der Großen nicht für dich. Du entscheidest dich jetzt, einen Teil deines Investitionskapitals in die Aktien deiner Konkurrenz zu investieren. Zum einen profitierst Du nun zumindest ein wenig an deren Marktmacht. Zum andern kannst Du nun die Erträge aus diesen Investments nutzen, um deine eigenen Produkte quer zu subventionieren. Somit bezahlt quasi deine Konkurrenz deine nächste Rabattaktion.

Dieses Konzept unterscheidet sich komplett von der Idee des Desinvestments, wonach Kapital z.B. aus fossilen Energieträgern abgezogen werden sollte. Begründet wird das damit, dass den Unternehmen Kapital entzogen würde.

Diese Argumentation ist schon daher falsch, als dass du beim Kauf von Aktien an der Börse nicht dem Unternehmen das Geld gibst, sondern einem anderen Aktionär, der dir diese an der Börse verkauft hat. Das Unternehmen selbst hat bei der Erstausgabe der Aktien Geld erhalten und nicht bei deren Handel an der Börse! Jetzt kann man argumentieren, dass Unternehmen es dadurch, das Menschen Ihre Aktien kaufen leichter haben werden neue herauszugeben (das nennt man dann eine Kapitalerhöhung). Hierdurch würde dem Unternehmen direkt Geld zugeführt werden. Das stimmt zwar, aber das Unternehmen wird das aus 2 Gründen nicht einfach so machen. Zum einen würde das die Stimmrechte der „Altaktionäre“ verwässern, zum Anderen müssen die Altaktionäre einer Kapitalerhöhung zustimmen! Abgesehen davon sollte das Management des Unternehmens auch einen Plan haben, was es mit dem Geld anstellen will!

Und während das Unternehmen, dass Du schwächen willst vor dem Problem steht, dass es dir Geld gibt mit dem Du die Konkurrenz (die du auch selbst sein kannst) oder eine Gesellschaftlich bessere Alternative finanzierst langsam aber sicher an Boden verliert. Das Konzept basiert darauf, dass du die Logik des kapitalistischen Systems (keine Wertung) nutzt, um andere Ziele als die des Zielunternehmens unterstützt. Wenn eine kritische Anzahl von Anlegern dieser Strategie folgen würde, könnte es dazu führen, dass z.B. die Ölindustrie unfreiwillig die erneuerbaren Energien oder Wasserstoffantriebe finanziert. Eben dadurch, dass die Anleger ihre Dividenden aus der Ölaktie in eben jene Investments stecken.

Manche dir gerne Gedanken zu meinem Konzept.
Wie gesagt ich bin ein Querdenker und möchte auch mal andere Denkweisen in die Welt tragen. 😊

Ich freu mich auf dein und euer Feedback. Wie gesagt ihr müsst meiner Argumentation nicht folgen. Ich weiß noch nicht einmal sicher, ob ich ihr selber folgen soll. Aber das Konzept hat mich beschäftigt und ich denke, dass es zumindest wert ist mal darüber gesprochen zu haben.

In diesem Sinne lass deine Gedanken dazu fei wie ein Adler sein, Be the Eagle!

 

Tags: Finanzen

Harald Yamlicha

info@betheeagle.de

Mobil 0171 6945939

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